Mach dich interessant!

MACH DICH INTERESSANT,
ein oft gebrauchter oder missbrauchter Satz beim Hund / Mensch - Training.

Nur, wie macht man sich bloss interessant???

Mit einem heiss geliebten Hunde-Leckerli?
Mit "seinem"€œ Lieblings-Spielzeug?
Mit ganz viel Zuwendung und Streicheln?

Kann man sich überhaupt interessant machen?
Denn wenn man sich interessant machen muss, dann heisst das ganz klar: man ist nicht interessant. ???

Selbst mit Leckerli oder Ball ist man nur im Besitz einer interessanten Ressource.

Wenn man sich interessant machen muss, dann ist der Zeitpunkt gekommen, die Struktur in der Mensch/Hund-Freundschaft zu ändern: hin, zu interessant sein.

Dein Hund orientiert sich an deinem Fokus, das heisst, er orientiert sich an allem, dem du deine Beachtung schenkst und mit deinen Augen anschaust.


Folglich nun logisch: Wenn du deinen Hund auf dem ganzen Spaziergang immer im Fokus hast und ihn beachtest, dann wird er auf die Umgebung achten und du wirst zu seinem Betrachter.
Da du die ganze Zeit auf ihn schaust, braucht er sich gar nicht an dir zu orientieren.


Also achte auf dich, auf deine Energie und Präsenz.
Achte auf die Umgebung und deinen Weg, damit sich dein Hund an dir orientieren kann.
Du gibst ihm damit Sicherheit und zeigst ihm, dass du die Situation unter Kontrolle hast.


Finde mit deinem Hund gemeinsame Tätigkeiten. Was macht ihr zusammen gerne? Laufen? Mit dem Ball spielen? Suchspiele? Kunststücke?
Gemeinsame Tätigkeiten schaffen in jeder Freundschaft gegenseitiges Vertrauen.

Lerne die Körpersprache deines Hundes kennen und zeige ihm genau was du von ihm möchtest, damit ihr euch klar verständigen könnt.

Stecke deine Grenzen kontinuierlich genau ab. Wenn du dir deiner Energie bewusst bist, dann nimmst du deine Grenzen wahr. Du bist dir im klaren, was du möchtest und was nicht. (Du lässt nicht alles mit dir machen)..

Ebenso wirst du auch von deinem Hund durch Grenzen wahrgenommen. Es ist für ihn sehr viel entspannter, zu wissen in welchem Rahmen er sich bewegen darf, da er nun nicht auf alles achten muss,
weil du derjenige bist der achtet, wird dein Hund zu deinem Betrachter.


Deshalb wird es dir gar nicht mehr auffallen, dass du nun plötzlich interessant bist - weil du es bist ;-)!